Soll ich ein Update machen lassen?

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) setzt die Halter und Besitzer der vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge weiter unter Druck. Wer kein Update durchführen lässt, dem droht die Stilllegung des Fahrzeugs. Grundlage dafür ist ein Passus in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung. Hinzu kommt, dass der Halter für die Stilllegung noch eine Gebühr von rund 50 Euro zahlen soll. Nachdem ein Halter in Euskirchen erfolgreich gegen die Stilllegung vorgegangen ist, wurde nun in Bochum tatsächlich ein Fahrzeug stillgelegt. Es handelt sich um einen VW Amarok mit 3,0 Liter TDI-Motor. Der Amarok ist das erste Modell, bei dem die vom KBA gesetzte Frist abgelaufen ist.

Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, die noch nicht dem Rückruf gefolgt sind, haben Sie bisher alles richtig gemacht. Doch wenn die Kfz-Zulassungsstelle auf Hinweis des KBA die Stilllegung angeordnet hat, ist eine schnelle Reaktion erforderlich. Gegen die Stilllegung gehen wir mit Ihnen gemeinsam im Wege des Widerspruchverfahrens vor. Dieser Widerspruch hat grundsätzlich aufschiebende Wirkung, so dass Ihr Fahrzeug weiter in Betrieb bleibt, bis über den Widerspruch entschieden worden ist. Die Zulassungsstelle kann jedoch sofortigen Vollzug anordnen, dann entfällt die aufschiebende Wirkung. In diesem Fall beantragen wir die Aussetzung des Vollzugs bei der Zulassungsstelle. Aufgrund der noch unklaren Rechtslage werden die Zulassungsstellen im Zweifel gegen eine Stilllegung entscheiden.

2017-12-20T09:10:50+00:00